Artikel der Main-Spitze über die Innenstadt verzerrt die Wirklichkeit

Opel Altwerk Weisenauer Strasse

Opel Altwerk Weisenauer Straße – Auch hier geht es voran!

Der Vorstand des Treffpunkt Innenstadt widerspricht entschieden der Aussage des Artikels in der Main-Spitze vom 10.03. mit der Überschrift „Toter Freitag: Wie sich die Kurzarbeit bei Opel auf Rüsselsheim auswirkt“*. Hier wird ein verzerrtes Bild gezeichnet, das mit der Realität bestenfalls am Rande etwas gemein hat.

Als Kenner der Situation in der Innenstadt können wir mit Fug und Recht behaupten, dass wir durch die Kurzarbeit bei Opel praktisch keinen negativen Effekt spüren: Im Gegenteil, wir sind unseren Opel-Kunden sehr dankbar, dass sie trotz Kurzarbeit weiter unsere Kundinnen und Kunden sind.

Es gab in den letzten Jahren viele Phasen von Kurzarbeit und etliche kritische Situationen, so dass mittlerweile alle gelernt haben, mit einer solchen Situation umzugehen. Wir sind auch optimistisch, dass Opel sich unter PSA strategisch neu aufstellen wird und der Standort Rüsselsheim seinen Platz unter den Automobilstandorten in Europa behaupten wird! Auch hier gilt es, sich nicht an den „guten alten Zeiten“ zu orientieren, sondern an dem stattfindenden Wandel unter dem Stichwort: „Neue Mobilitäts-  und Antriebskonzepte“.

Durch die Innenstadt zu laufen und so viele Geschäfte zu fragen, bis man eine Handvoll beisammen hat, die eine ungute eigene wirtschaftliche Situation auch auf die Kurzarbeit zurückführen greift für unsere Begriffe viel zu kurz! Es gibt viele globale Faktoren, die wirtschaftlichen Erfolg beeinflussen können, wie beispielsweise den Internethandel oder die „grüne Wiese“. Gerade das erste Geschäft, welches als Kronzeuge den halben Artikel füllt, bestätigt dies: Seit Jahren ist es eine gewollte gesamtgesellschaftliche Entwicklung, das Rauchen zu ächten. Mittlerweile werden diese Bemühungen mit sinkenden Raucherzahlen „belohnt“ und es ist wenig verwunderlich, dass in dieser Branche die Umsätze zurückgehen.

Dazu gibt es noch spezifische lokale Faktoren: So ist die Anzahl der gastronomischen Betriebe in der Innenstadt mittlerweile recht hoch und es verwundert entsprechend nicht, dass hier nicht ausreichend Umsatz für alle sein kann. Das ist, auch wenn es uns für diejenigen leid tut, die nicht auf ihren Umsatz kommen, Wettbewerb. Dazu kommt in den letzten Wochen noch als kurzfristiger Faktor das Wetter: Die extreme Kälte hat natürlich auch den Lauf in der Innenstadt negativ beeinflusst, andererseits konnten auch Geschäfte davon profitieren, die gerade aufgrund des Wetters nochmal Umsatzspitzen verzeichneten.

Wäre die These, dass die Kurzarbeit die Innenstadt massiv negativ beeinflusst, wahr, so wäre es doch in der Mehrzahl der Innenstadtbetriebe recht zeitgleich zu merken gewesen. Das können wir allerdings nicht bestätigen: Weder für unsere Betriebe, noch für einige andere Mitglieder, die wir befragt haben. Wir sind auch nicht von Kolleginnen und Kollegen angesprochen worden, und wäre dies wirklich so ein wichtiges Thema hätte dies ja wohl stattgefunden. Stattdessen wurde es auch bei Mitgliedertreffen nicht weiter thematisiert. Redlich wäre es im Übrigen auch gewesen, zu berichten, wie viele Geschäfte die These nicht stützen:

Es gab sicher auch befragte Geschäfte, die der These des massiven Einflusses der Kurzarbeit widersprochen haben und die nicht im Artikel auftauchen. Es gibt, wenn man genau hinschaut, auch positive Entwicklungen in der Innenstadt. Man muss sie nur sehen wollen und darf dann als neutraler Journalist gerne auch darüber berichten. Dass sich Hurlin mit massiven Investitionen als Geschäft für die nächsten Jahrzehnte in Rüsselsheim bindet ist ein wichtiger Fingerzeig, dass Geschäftsleute an Rüsselsheim glauben. Wir versuchen seit Jahren, ein freundliches Zusammenleben mit den Tageszeitungen vorzuleben und unterstützen vielfach auch gerne mit Werbung. Im Gegenzug erwarten wir auch keine Propaganda für die Innenstadt, wohl aber eine redliche und faire Berichterstattung! Diese kann auch kritisch und negativ sein, wenn es angebracht ist, allerdings sollte sie auch positive Aspekte nicht vernachlässigen. Es sind aber immer wieder solche Artikel, die uns erzürnen: Fast aus dem Nichts die Katastrophe herbeirufen, mit Negativpresse das eigene Blatt verkaufen und ohne Grund die Innenstadt schlecht schreiben und damit allen schaden – so etwas können wir nicht unwidersprochen stehen lassen!

* „Toter Freitag: Wie sich die Kurzarbeit bei Opel auf Rüsselsheim auswirkt“ vom 10.03.2018 
www.main-spitze.de/lokales/ruesselsheim/toter-freitag-wie-sich-die-kurzarbeit-bei-opel-auf-ruesselsheim-auswirkt_18578591.htm

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